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Hallo liebes Tagebuch,

es ist jedes Jahr das gleiche: Fast einen ganzen Monat habe ich Zeit, mich auf Weihnachten vorzubereiten, doch dann kommt der 24. trotzdem ganz unerwartet. So auch heute.

Und ich war so sehr mit den Vorbereitungen im Dorf beschäftigt, dass ich mich selbst ganz vergaß. Plötzlich fiel mir auf: Ich hatte noch keinen Baum. Was für eine Katastrophe!

Doch wo kriegt man an Heiligabend noch einen Baum her? Mir blieb keine Wahl, ich musste selber ran und eine Tanne ausgraben. Allerdings gibt es hier im Dorf viele geschützte Bäume. Lexi half mir dabei, mit Hilfe seines Naturführer-Buchs, einen geeigneten Baum zu finden. Nepomuk half mir dann beim Buddeln und mit Kasis Hilfe fuhr ich ihn auf dem Bollerwagen zu mir nach Hause in die Hallerstraße.

Und während ich meinen schönen Baum schmückte, überschlugen sich die Dorfbewohner mit ihren Weihnachtsvorbereitungen. Lulu und Elvis feiern schon seit Jahren mit Lexi und den Zwillies. Immer im Wechsel: mal auf dem Hausboot, mal – so wie dieses Jahr – im Traumexpress. Dort rührte Lulu bereits die Suppe, Elvis begoss die Weihnachtsgans – und zwischendurch naschten beide immer wieder vom Süßigkeiten-Teller. Der war eigentlich für die Gäste bestimmt, doch die Verführung war einfach zu groß.

Poldi war bei seiner Drachenfreundin Pummelzacken eingeladen und feierte dort mit ihrer Familie.

Nepomuk zauberte für Kasi und sich ein Drei-Gänge-Menü. Man kann sich vorstellen, wie herrlich das sein musste: zwei Freunde, ein leckeres Essen und ein gemütlicher Kamin.

Die Quietschbeus waren auch beschäftigt. Sie spielten auf einer großen Weihnachtsgala außerhalb des Dorfes – Essen und Trinken gabs gratis.

Doch wenig später dann dieses Jammerbild: Lulu und Elvis hingen gekrümmt am Küchentisch. Sie hatten sich den Magen verdorben. Zu viele Schokoladen-Weihnachtsmänner, zu viele Gelee-Engelchen. Nichts ging mehr. Sie mussten sofort in die Horizontale. Doch wer sollte sich nun ums Essen kümmern? Die Gäste kamen auch bald. Und weil Weihnachten nicht ins Wasser fallen durfte, riefen sie die letzte Rettung: Galaktika.

»Wir rufen dich, Galaktika –
du Fee vom Stern Andromeda.
Wir haben uns den Magen schwer verdreht –
komm bitte schnell, sonst ist es gleich zu spät!«

Galy kam und half: Sie bewässerte die Gans, rührte die Suppe, faltete die Servietten und polierte das Silberbesteck. Danach kochte sie den beiden einen heißen Trunk mit andromedanischen Kräuten. Der schmeckte zwar furchtbar bitter, half aber sofort. Fantastisch, Galy – der Abend war gerettet.

Auch mein Abend war ganz wunderbar. Ich feierte bei mir zuhause, neben dem neuen Tannenbaum natürlich, mit meinen Freunden aus der Stadt. Jeder brachte etwas Leckeres mit und wir aßen bis spät in die Nacht.

Ein aufregender Tag geht zuende. Jetzt muss ich dringend in die Falle.

Frohe Weihnachten!

Danke, dass du mir zugehört hast – liebes Tagebuch mit den Eselsohren –
dein Spencer

PS: Ich hoffe mal, dass ich mit vollem Magen schlafen kann. Sp.