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Hallo liebes Tagebuch,

sei froh, dass du kein Computer bist.

Ich setze mich heute an meinen PC und will etwas „googeln“. Soweit, so gut! Dann rufe ich die ersten Seiten auf – und – was passiert? Ich bekomme mitgeteilt, dass ich meinen Computer mit Programm XY verbessern soll.

Kaum gelesen, poppt als nächstes auf, ich hätte gewonnen: Gratulation! Und ich bekäme ein Handy oder ein Tablet geschenkt. Wers glaubt, wird seelig.

Dann will ich endlich das nachschauen, was mich interessiert, da kann ich das, was ich lesen will, nicht lesen, weil dauernd irgendwelche Angebote eines Versandhauses mir die Stimmung verhageln. Und kaum habe ich wieder etwas angeklickt, geht das Spiel von vorne los. Apropos Spiel: Da sollte ich auch noch ein kostenloses Spiel sofort downloaden.

Ich habe meine Computerwelt nicht mehr verstanden. Dabei habe ich eine „Firewall“, wie Lexi zu sagen pflegt und ein Anti-Viren-Programm auf meinem Teil installiert. Nutzt alles nix.

Und als ich dann verzweifelt den Computer ausgeschaltet habe, weil ich kein Stück weitergekommen war in meiner Recherche für eine neue Kamera für Lexi – für seine Tierbeobachtungen – da spaziert der Schlaumeier zu mir ins Studio. Er fragt empört, warum ich denn den Computer gar nicht laufen hätte. Schließlich hätte ich ihm doch versprochen, ich würde ihm bei der Suche einer günstigen und guten Kamera helfen.

Leute, ich wäre beinahe ausgerastet. Aber dann habe ich kurz Lexi meine Probleme mit dem PC geschildert – und siehe da, er brachte sogar Verständnis für meine Wut auf.

Wir haben uns dann so geeinigt: Erst gibt’s ne Tasse Tee und dann gehen wir gemeinsam in die Stadt und suchen seinen Neuerwerb in puncto Kamera vor Ort aus. Ganz wie in alten Zeiten.

So gesehen bin ich jetzt meinem Computer richtig dankbar, denn er hat diese Entscheidung möglich gemacht – durch sein unmöglichen Angebote.

Danke, dass du mir zugehört hast – liebes Tagebuch mit den Eselsohren –
dein Spencer

PS: Morgen starte ich einen neuen Versuch. Mal sehen, wer dann zuerst abstürzt. Ich weiß ja, dass der Computer selbst nichts dafür kann, aber … lassen wir das! Sp.